Plastik
2. März 2011 1 Kommentar
Kreditkarten, Magnetkarten, Chipkarten, Bankomatkarten, Lochkarten, Ausweise. Für die Waschmaschine, für die Uni, für die Haustür, für die Zimmertür, für das Klassenzimmer, für das Zug- und das Flugticket, für die U-Bahn, den Bus und die Tram und natürlich für den Eintritt in fast jede Bar und jeden Klub. Nichts geht hier in Norwegen ohne Karten. Für jede Gelegenheit die Richtige. Gebäude und Räume, die man betreten kann, ohne den richtigen Magnetstreifen durch ein Lesegerät zu ziehen, sind eher die Regel als die Ausnahme. Bargeld verwendet fast niemand. Jeder Norweger scheint eine Kreditkarte zu haben. Und er benützt sie auch besonders gerne. Vielleicht vergisst er dadurch eher, wie teuer hier alles ist.
Aber in Norwegen sind Kreditkarten nicht nur zum Zahlen gut. Sie kommen mit einem Passfoto des Besitzers und werden als Ausweise eingesetzt. Und IDs sind wichtig in Oslo. Besonders für Auslandsstudenten. Ohne wird es nämlich schwierig, aktiv am Nachtleben teilzunehmen. Wenn man also keine norwegische Kreditkarte mit sich herumträgt, sollte man immer einen anderen Ausweis dabei haben, um sich identifizieren zu können. Auf keinen Fall aber irgendeinen x-beliebigen Ausweis. Osloer Türsteher können nämlich im Bezug darauf sehr wählerisch sein. Trifft man einen, der gerade der Meinung ist, ein europäischer Führerschein reicht nicht aus um sich zu identifizieren, kommt man halt nicht an ihm vorbei. Eintritt ab 20. Da ist es auch völlig egal, wenn man ihm noch zwei Ausweise zeigt, die beweisen, dass man 25 ist. “Bring your passport next time!”

Hehe, war in den USA fast das gleiche… Aufpassen, man gewöhnt sich dran, sogar 1$-Kaffee mit Kreditkarte zu bezahlen – daheim wieder an Kleingeld denken
Viel Spaß weiterhin!