7 Stunden Frühling

Während in Oslo ganz langsam etwas beginnt, das an den Frühling erinnert, ist man ein paar Hundert Kilometer im Süden schon weiter. Dort ist es um ein paar Grad wärmer und vor allem sind Schnee und Eis geschmolzen.  Das sind nicht die einzigen Gründe, um nach Kopenhagen zu kommen. Aber auch keine Schlechten. Davor noch zur Anreise.

Blick auf Oslo nach dem Ablegen

Jeder andere würde wahrscheinlich eher mit dem Flugzeug kommen.  Die Norweger fahren aber gerne mit der Fähre nach Dänemark. Abfahrt in Oslo um 17:00 am Freitag, Ankunft in Kopenhagen um 09:30 am Samstag. Sonntags um halb zehn ist man dann wieder zurück. Was dazwischen passiert ist schon fast so etwas wie eine norwegische Tradition: Booze-Cruise. Den Begriff haben die Engländer für ihre Überfahrten nach Frankreich erfunden. Er passt aber in dem Fall auch ganz gut. Viele vertreiben sich die Zeit auf der Fähre nämlich mit dem, was man ziemlich günstig im Tax-free-Shop an Bord kaufen kann: Alkohol und Zigaretten. Da spürt mancher dann auch den Seegang. Obwohl die Fähre selber eigentlich ziemlich ruhig bleibt.

Nyhavn, Kanal

In Kopenhagen haben dann einige einen Kater. Und alle haben sieben Stunden Zeit um sich die Stadt anzuschauen. Den Kanal, der sich durch die ganze Altstadt zieht, schöne alte und interessante neue Architektur. Zum Beispiel Nationaltheater und Oper. Die liegen wie vieles andere in Kopenhagen am Wasser. Und überall sitzen die Leute in Straßencafés und genießen acht Grad plus und die Sonne. Überhaupt ist die ganze Stadt voller Leute. Besonders viele sind natürlich bei den Touristenattraktionen wie der Kleinen Meerjungfrau oder in Christiania. Die Freistadt im Stadtteil Christianshaven sollte man auf jeden Fall besuchen.  Unabhängig von Dänemark verwaltet, verlässt man laut Schildern die EU, sobald man das Gelände betritt. Dort sieht man vor allem junge Leute und Althippies ihre Zeit in Cafés, an einem kleinen See oder einfach auf der Straße verbringen. Das Fotografieren ist verboten. Wahrscheinlich, weil offen mit leichten Drogen gedealt wird. Ein ziemlicher Kontrast dazu sind die großen Einkaufsstraßen im Zentrum. Teure Boutiquen, ein Lego-Shop und viele Straßenmusiker. Wie zum Beispiel die Bottle Boys:

Eine Antwort auf 7 Stunden Frühling

  1. Sandra sagt:

    herst max daheim hats 18°C! ;)

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